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Bürgerversammlung 28.9.11
der reale Videobeitrag
von Wien-konkret

Für all jene, die beim Rundgang am 21.9.11 nicht dabei waren: Wien-konkret

Antrag auf Aufnahme in das Besichtigungsprogramm von Wien

Der Antrag vom Klub der Penzinger ÖVP wurde einstimmig angenommen. Nun darf man gespannt sein, was damit geschieht. Wir werden darüber berichten.

Viele Möglichkeiten tun sich bei der Nachnutzung des Otto-Wagner-Spitals auf

Ein(e) Schelm(in), wer denkt, nur Wohnbauten sind das alleinige Allheilmittel. Lesen Sie dazu die Ideen des Heil.Kunst.Areals

Nutzungsvorschläge an Herrn Bürgermeister Häupl - Reaktion?

Wie lange will die Stadtpolitik noch an den Verbauungsplänen des Ostareals festhalten? Dazu ein Schreiben an Dr. Häupl

Blutige Rehabilitation als Meilenstein im Gesundheitswesen

Blutige Rehabilitation Manche Institutionen wissen wie's geht und machen dabei noch guten Profit. Den PolitikerInnen der Stadt Wien fällt nichts anderes ein, als ein wertvolles Jugendstilareal wie das Otto-Wagner-Spital am Steinhof zu verscherbeln. Schade, dass nicht mehr Verantwortungsbewusstsein in den Gehirnwindungen der PolitikerInnen herumgeistert.

Lesen Sie mehr dazu in der APA OTS vom 24.1.2014 oder hier als pdf-File.

Die Zahl der Alkoholkranken steigt rapide an

Kurier vom 5.8.2013Obwohl die Zahl der Alkoholkranken rapid im Ansteigen begriffen ist und Therapieplätze Mangelware sind, muss die Therapieanstalat im Otto-Wagner-Spital (Pavillon 26) den geplanten Luxuswohnungen für betuchte Mieter/Eigentümer weichen.

"... Wenn man bedenkt, dass es in Österreich etwa 330.000 Alkoholabhängige gibt und mehr als doppelt so viele, die einen schädlichen Gebrauch von Alkohol haben, dann ergibt das eine Million Menschen. Das Anton-Proksch-Institut in Kalksburg in Wien ist die größte Suchtklinik Europas und hat etwa – nicht nur für AlkoholpatientInnen alleine - 300 Betten. Da frage ich mich schon, ob das ausreicht." So der Wiener Mediziner Dr. Gerald Pail im Interview.

In Österreich wird die Suchtbehandlung leider abgebaut!
Professor Reinhard Haller, Chefarzt der Suchtklinik Maria Ebene in Vorarlberg: Glauben Sie, dass in Österreich genug geschieht auf dem Gebiet der Suchtbehandlung?
"... Man müsste bei uns sicher viel mehr Tageskliniken und Ambulanzen anbieten, aber bei uns wird leider eher ab- als ausgebaut. Was die Prävention betrifft, die bieten wir schon seit vielen Jahren an, aber österreichweit gibt es viel zu wenig davon."

Das Beste ist gerade gut genug für die unglücklichen Geisteskranken

Die einleitenden Worte des Festredners Dr. Johannes Bresler aus Anlass der Eröffnung der Niederösterreichischen Landes- Pflege- und Heilanstalt für Geistes- und Nervenkranke “am Steinhof” in Wien XIII am 8. Oktober 1907 beschreiben ganz gut den Grundgedanken zur Planung dieser Krankenanstalt.
"… so schenkt die gesittete Menschheit ein besonderes Maß von Mitleid und Fürsorge ihnen, die alles dessen beraubt sind, was als unser höchster Besitz gilt, der Vernunft und Willensfreiheit. ..."

Das war auch der Leitgedanke von Otto Wagner bei seiner Korrektur des Anstalten-Lageplans (sog. Beamtenentwurf) von Carlo von Boog und der Planung der Anstaltskirche zum Hl. Leopold (Otto-Wagner-Kirche), die fast ausschließlich für die Bedürfnisse der Kranken konzipiert wurde. Ein Besuch der Kirche und die Teilnahme an der Führung gibt einen weiten Einblick in die Planungsüberlegungen von Otto Wagner zum Wohle der Patienten.

Das Otto-Wagner-Spital beherbergt auch heute noch eine Vielzahl von medizinischen Stationen, wobei ein Großteil immer noch der Behandlung von psychisch kranken Menschen vorbehalten ist. Dass diesen Einrichtungen in Zukunft vielleicht eine noch größere Bedeutung zukommt, ist den Nutzungsoptionen der ärztlichen Belegschaft des Otto-Wagner-Spitals und der rapide steigenden Anzahl von psychischen Erkrankungen zu entnehmen. Ein großer Mangel besteht hier lt. den Medienberichten an Therapieplätzen für Jugendliche.
Das Bundesministerium für Gesundheit nennt psychische Erkrankungen an zweiter Stelle für die Ursache von Berufsunfähigkeitspensionen. Tendenz im Steigen begriffen.

Viele der in letzter Zeit publizierten Artikel in den Medien und Fachzeitschriften zeigen die Gefahren der heute fast ausschließlich wie Unternehmen auf Profit ausgerichteter Spitäler, deren Leidtragende die Patienten sind, da die Behandlungs- und Behaltedauer der Patienten in vielen Fällen eine kalkulatorische Größe darstellt.

In vielen Sitzungen der Mediation im Jahr 2012 haben wir, gemeinsam mit Vertretern der Stadt Wien und der GESIBA, in einem gemeinsamen Abschlusspapier Vorschläge für eine weitere Nutzung dieses Areals ausgearbeitet. Es liegt an der Politik, eventuell vor Jahren zugesagte Wohnungsversprechen zu korrigieren und über eine sinnvolle und notwendige Nutzung des Spitalsareal nachzudenken. Bedarf gibt es viel wie z.B. einen Lehrstuhl für Komplementärmedizin oder einem Rehabilitationszentrum für das St. Anna Kinderspital.

Wenn nun immer wieder von Seiten der Politik zu hören ist, dass Wien jährlich um 20.000 - 25.000 Menschen wächst, sollte man nachfragen, wo denn diese Prognosen herkommen und wie dazu die Arbeitsmarktstrategien aussehen. Wenn von der Politik versprochen wird, dass in den nächsten fünf Jahren bis zu 420.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, warum haben wir dann jetzt einen so hohen Stand an arbeitslosen Menschen? Oder sieht die Zukunft so wie in der Reinprechtsdorfer Straße aus: Entlang dem 900 Meter langen Straßenzug stehen 46 der 90 für den Bezirk Margareten zugelassenen Glücksspielautomaten.
Wer heute schon wochentags durch die angrenzenden ländlichen Bereiche von Großstädten fährt, wird bemerken, dass das Leben in diesen Dörfern ausgestorben ist. Wie stark will man diese Bereiche noch wirtschaftlich ausdünnen und die arbeitenden Menschen zu ständigen Pendlern machen?

Für die wirklich notwendige Stadterweiterung stehen in den Randbezirken wahrlich genug Flächen zur Verfügung. Das muss nicht in einem Erholungsraum der Wiener am Rande des Wienerwaldes und im Randbereich des Biosphärenpark Wienerwald sein.
Was passiert eigentlich mit den bis zu 80.000 leerstehenden Wohnungen in Wien?

Glauben kann man vieles. Sich unabhängig Informationen zu besorgen, ist die bessere Methode!

Nutzungsmöglichkeiten für das Spitalsareal

Warum gerade auf dem Gelände des Otto-Wagner-Spital (OWS) am Steinhof in Wien?

Dieses Spitalsareal wurde in den Jahren 1904-1907 für die Behandlung psychisch erkrankter Patienten nach den Gesichtspunkten des ärztlichen Wissensstand als sogenannte "Axialsymmetrische Anlage" erbaut.

“An der Art wie ein Volk seine Irren pflegt, lässt sich, gewiss nicht ausschließlich, aber im weiten Umfang Wohlstand, Bildung und Aufgeklärtheit seiner Bürger beurteilen.” (Dr. Joh. Bresler, Festnummer aus Anlass der Eröffnung "Am Steinhof" am 8. Oktober 1907)

Bei genauer Begutachtung der jener Menschen, die als sogenannte “Gesundheitskonsumenten” (so der Neusprech der Wirtschaftskammer, was vormals als “Patienten” bezeichnet wurde) die Abteilungen des OWS konsultieren, stellt man fest, dass das OWS in erster Linie eine sozialmedizinische Einrichtung ist. Denn laut Wiener Krankenanstaltengesetz ist das OWS weder ein Standardkrankenhaus noch ein Schwerpunktkrankenhaus, sondern eine sogenannte Sonderkrankenanstalt.
Als Sonderkrankenanstalt erfüllt das OWS trotz zahlreicher Umbenennungen in der Vergangenheit (“Spiegelgrund”, “Steinhof”, “Baumgartner Höhe”, “Pulmologisches Zentrum” u.v.m.) seit seinem Bestehen die essentiellsten Funktionen des medizinischen Versorgungsauftrages der Wiener Stadtpolitik gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern.

Dass für Anlagen dieser Größenordnung und Anlageart ein enormer Bedarf an Nutzungen besteht, möchten wir anhand einiger Beispiele aufzeigen:


Zukünftige Nutzungsoptionen des Otto Wagner Areals am Steinhof

Nutzungskonzept SteinhofDie vom Krankenanstaltsverbund und der Stadt Wien geplante Absiedelung der Spitalseinrichtungen bis 2020 sowie die geplante Verbauung mit Wohnbauten und dem teilweisen Verkauf der Arealsflächen, haben auch beim ärztlichen Personal Sorge um die psychosoziale Versorgung der Patienten in Wien ausgelöst.

Aufgrund der besonderen Lage des Otto-Wagner-Spitals im Bereich der Randzone des Wienerwaldgebietes und der besonders auf die Bedürfnisse von psychischen Patienten abgestimmte Anordnung des Pavillonssystems, eignet sich dieser Standort wie kein anderer in Wien für den psychosozialen Versorgungsbereich.

Medizinische Bereiche, die der Akutmedizin zugeordnet werden können, sind eventuell in anderen Schwerpunktspitäler besser aufgehoben. Für Langzeit- und Arbeitstherapien von psychischen Patienten ist dieser Standort, der von Otto Wagner in Zusammenarbeit mit Ärzten aufgrund eines eigens erstellten sozialtherapeutischen Betreuungskonzept geplant wurde, hervorragend geeignet.
Mit einem Klick auf das obige Dokument erfahren Sie einige der möglichen weiteren sinnvollen Verwendungen der freiwerdenden Pavillons im Areal der derzeitigen Otto-Wagner-Spital.
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Adoleszentenpsychiatrie

AdoleszentenpsychologieDie Adoleszenz ist das Übergangsstadium in der Entwicklung des Menschen von der hin zum vollen Erwachsensein und stellt den Zeitabschnitt dar, während dessen eine Person biologisch gesehen zeugungsfähig ist, körperlich (fast) ausgewachsen, aber in der hochzivilisierten Welt emotional und sozial noch nicht vollends gereift ist.
Jugendliche und junge Erwachsene, die früh psychiatrisch ersterkranken bzw. klinisch behandlungsbedürftige Symptome zeigen und in biografische Sackgassen geraten, haben oft die üblichen Entwicklungsschritte gesunder Gleichaltriger nicht oder nur unzureichend vollziehen können. Insbesondere ist hier an Jugendliche mit juvenilen Psychosen, Angst- und Zwangserkrankungen, Essstörungen sowie beginnenden Persönlichkeitsstörungen zu denken. Oft haben die Patienten keinen Schulabschluss, keine Berufsausbildung oder Arbeit sowie kein tragendes Netz gefestigter sozialer Beziehungen.

Im OWS stünde genügend Raum für den dringend erforderlichen Ausbau der Kinder/Jugendpsychiatrie in Wien zur Verfügung, denn für Jugendliche und junge Erwachsene stehen derzeit in Wien nur ungenügend Betreuungsplätze zur Verfügung und für den Bereich der Adoleszentenpsychiatrie gibt es derzeit kein Modell in Wien: das Areal würde sich hervorragend anbieten um mit Jugendlichen in der Natur erlebnispädagogisch zu arbeiten. Das OWS Areal mit seiner Weitläufigkeit und Nähe zur Natur wäre ideal für eine Adoleszentenpsychiatrie mit therapeutische Wohnheimen/Wohngemeinschaften, Tagestruktureinrichtungen und auch für Möglichkeiten zur Unterbringung von Müttern mit Kindern in Zusammenarbeit mit der Jugendwohlfahrt (z.B. Teenagermütter, psychisch kranke Mütter, Kriseninterventionen bei Gewalt in der Familie etc.).
Zudem sind genügend notwendige Gebäude und Einrichtungen wie Bewegungstherapie (Freiflächen, Pferdetherapie), interne Sonderschule, pädagogisch - pflegerisches Betreuungsteam, Kunsttherapie, Psychotherapie, Arbeitstherapie, in absehbarer Zeit vorhanden.
Derzeit gibt es viele Arbeitstherapien im Bereich des Otto-Wagner-Spital. Warum sollendiese funktionierenden Therapiestätten aufgelassen werden, wenn dringender Bedarf danach besteht?

Beispiele gelebter Einrichtungen (leider nicht in Österreich):

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Forensische Psychiatrie und Psychologie

Pavillon 23Die Forensische Psychiatrie ist ein Teilgebiet der Psychiatrie, welches sich mit der Behandlung, der Begutachtung und mit der Unterbringung von psychisch kranken Straftätern befasst. Im engeren Sinn befasst sich die Forensische Psychiatrie mit den Fragen, die von Gerichten und Behörden im Gebiet der Psychiatrie gestellt werden. Aus diesem Grund hat die Begutachtungskunde in der Forensischen Psychiatrie eine wesentlich größere Bedeutung als in anderen medizinischen Fachgebieten. Die gutachterliche Beurteilung umfasst z. B. die Beurteilung der Schuldfähigkeit von Straftätern.

Pavillon 23Mit der stätig wachsenden Zahl der Jugendkriminalität wachst auch der Bedarf an forensischer Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Diese beschäftigt sich mit dem Grenzgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie und der Justiz. Ein differenziertes diagnostisches und therapeutisches ambulantes Angebot für psychisch kranke Jugendliche mit delinquentem und aggressivem Verhalten ist daher dringend notwendig.
Ähnliche Einrichtungen sind auch in unserem Nachbarland im Aufbau begriffen: Universitätsklinik Ulm

Im Ostareal des Otto-Wagner-Spitals wurde schon beim Bau des Spitals-Areal ein eigens für die forensische Psychiatrie ausgestatteter Pavillon (Pavillon 23 - Bilder) errichtet. Nach den Aussagen der führenden Psychiatrie-Ärzten des OWS, wäre eine Verlegung psychisch gewalttätiger Straftäter in eine “normale” Gefangenenanstalt ein fataler Irrtum.
Die Absiedelung der forensischen Abteilung und der geplante Abriss des Pavillon 23 wären notwendige Voraussetzungen für den Bau von Wohnhausanlagen in der unmittelbaren Umgebung gewesen.

Kurier vom 24.9.2012 Steigende Zahlen im Maßnahmenvollzug. Platznot im Häf'n kommt teuer! Ein Bericht im Kurier vom 24.9.2012
45% der geistig abnormen Rechtsbrecher sind in Spitäler untergebracht. Das kostet 73.000 Euro täglich.
Aber im Otto Wagner Spital steht der Pavillon 23 (eigens für die forensische Psychiatrie gebaut) leer und die Stadt Wien weigert sich diesen wieder in Betrieb zu nehmen, weil man das Gelände für ein gut zahlendes Klientel mit Neubauwohnungen zubetonieren möchte. Statt dessen vergewaltigt man Spitäler, die psychisch kranken Rechtsbrecher in normale Spitalseinrichtungen aufzunehmen. Der kranke Mensch steht scheinbar bei den Verantwortlichen der Stadt Wien an zweiter Stelle.

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Schwerpunkt Lungenheilkunde

Im OWS gibt es als einzigen Standort in ganz Wien “alles, was die Lunge braucht”: also inkl. Thoraxchirurgie, Bronchologie, ICU, RCU, Onkologie, Infektiologie inkl. Tbc. Das ist einzigartig, bietet eine optimale Versorgung der Patienten und hat sich über Jahrzehnte bewährt. Dies wird nun auseinandergerissen (man kann auch dezentralisiert dazu sagen).

Betonen möchte ich an dieser Stelle aber vor allem die Lungenheilkunde, da das OWS hier insbesondere im Bereich der Lungenkrebsdiagnostik und -therapie eines der europaweit größten Schwerpunktzentren ist.
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Psychiatrischer Rehabilitationsbereich/Psychosomatik

Auch der psychiatrische Rehabilitationsbereich, der in den Bundesländern bereits deutlich besser entwickelt ist als in Wien (Einrichtungen wie der Sonnenpark in Rust, Gars am Kamp, Eggenburg etc.), wäre im OWS sinnvoll und vermutlich auch gewinnbringend etablierbar. Es bestehen aktuell lange Wartenzeiten auf solche Kurplätze, vor allem direkt im Anschluss an einen stationären Spitalsaufenthalt besonders für Menschen, die sich noch im Arbeitsprozess befinden z.B. mit Burn Out und anderen Erschöpfungszuständen oder Depressionen. Das OWS bietet sich von der Lage und Ausstattung her für einen solchen psychiatrischen Rehabilitationsbereich ambulant wie stationär an (auch und speziell für den Mittelstand).
Gleiches gilt für den Bereich Psychosomatik ebenfalls mit dem Ziel der Erhaltung oder Wiedererlangung der Berufsfähigkeit (in Kooperation mit AMS und Versicherungsträgern). Dafür würde sich im Areal auch durch die Nähe zur vorhandenen Neurologie und Internen Abteilung anbieten.
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Schwerpunkt Tuberkulosekranke

Die Tuberkulose ist auch heute noch eine schwer zu behandelnde, hartnäckige Infektionserkrankung. Aus medizinischen, gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Gründen wäre es auf das gröbste fahrlässig, bekanntermaßen Betroffene mit dieser Erkrankung unbehandelt in Wien und Umgebung zu verstreuen. Vielmehr ist es erforderlich, die Betroffenen einer intensiven sowie professionellen Behandlung zu unterziehen -in ihrem eigenen Interesse sowie auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.
Und genau diese Funktion erfüllt des OWS bereits seit seiner Konzeption als Sanatorium für Lungenkranke. Aus diesem Grund erklärt sich u.a. auch die Pavillonstruktur des OWS, die eine sanitär-hygienische sowie quarantänetechnische Conditio-sine-qua-non darstellt. Das wusste man auch schon zu Zeiten Otto Wagners und dürfte bei den Proponenten der Stadtregierung in Vergessenheit geraten sein. Im Hinblick auf epidemische bzw. auch pandemische Infektionskrankheiten wie SARS, Schweinegrippe u.v.m. werden Krankenanstalten mit Pavillonstruktur auch pro futuro eine große Bedeutung besitzen.

Im Hinblick auf Tuberkulosekranke ist zu ergänzen, dass es sich bei den Betroffenen ebenfalls zumeist um Personen aus niedrigeren sozialen Schichten handelt. Während das OWS früher als Sanatorium eine Anlaufstelle für Reiche und Superreiche war, ist es heute eben eine sozialmedizinische Einrichtung allen voran für Menschen ohne finanzkapitalem Hintergrund -und das sollte es auch bleiben. Die einzig seriöse Erkenntnis einer “Expertenkommission” kann nur sein, dass das OWS dem Erbe Otto Wagners auf ideale Art und Weise entsprechend als sozialmedizinische Einrichtung im Sinne eines Krankenhauses für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wien besteht und für die Zukunft auch in dieser Form bestehen bleibt.
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Medizinnahe Einrichtungen

In Wien besteht derzeit ein hoher Bedarf an sozialen und medizinnahen Einrichtungen. Die bestehenden Pavillons könnten nach nur geringfügigen Adaptierungen diesen Bedarf decken helfen.
Einerseits besteht ein steigender Bedarf an Senioren-Betreuungsstätten (Geriatrie, Pensionistenheime, Pflegeeinrichtungen, Sterbehospize), gleichzeitig fehlen viele Angebote für Patienten nach der Intensivbetreuung in den Schwerpunktspitälern. So mangelt es komplett an Plätzen für schwierige Demente, an Kinder- und Jugendrehabilitation, an diversen betreuten Wohnformen sowohl als Übergangsangebot nach dem Spitalsaufenthalt, wie auch zur Langzeitnutzung. Z. B. für junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die jetzt oft nur in Altenpflegeheimen untergebracht werden können. Seitens der MA 15 sind, einem Presseartikel zufolge, derzeit drei neue Therapiezentren für Jungen und Mädchen geplant. Warum nicht eines davon in bestehenden Gebäuden am Steinhof?

Innerhalb der GAMED könnte auch eine Einrichtung für Psychosomatik zweckmäßig sein. Die Liste an fehlenden oder zu gering vorhandenen sozialen und medizinnahen Einrichtungen ist lang. Das Otto Wagner Areal ist groß. Vorausschauende, sozialpolitisch verantwortlich agierende Politik sollte die hier offen liegenden Chancen erkennen und nutzen.
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Übergangswohnheim therapeutisch-medizinisch-psychiatrisch

Im Interesse unserer PatientInnen, -und zwar derer, die am untersten Ende der gesellschaftlichen Hackordnung stehen, -würde seit Jahren DRINGEND benötigt:
Übergangs-bzw. Dauerwohnheim für PatientInnen mit hohem Betreuungsbedarf und solche, die bei uns hospitalisiert wurden. Ziel soll sein, die Fähigkeiten soweit zu erhöhen, dass sie nachhaltig entlassen werden können -Trainingswohnungen, TrainingsWGs, Beschäftigungstherapie, medizinische Versorgung. Betreuerlnennteam bestehend aus SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen und PflegerInnen -im Konsil PsychologInnen, TherapeutInnen.
Derzeit kosten solche Patientlnnen die Kommune 600-1.200 Euro am Tag. Ein Wohnhaus für die verschiedensten Bedürfnisse von (wohnungslosen oder [noch] nicht wohnfähigen) schwer kranken PatientInnen könnte die einzelnen Abteilungen entlasten UND PatientInnen könnten würdevoller und persönlicher wohnen und vielleicht wieder rehabilitiert werden.
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Übergangswohnheim im Sinne einer NotschlafsteIle (FSW-finanziert)

“Modell Nachtspital” für PatientInnen, die für den extremen Stress in einer Notschlafstelle zu krank sind und nicht stationär auf einen passenden Platz in der Wohnungslosenhilfe warten können. Der niederschwellige Zugang zur Förderung durch den FSW müsste neu ausverhandelt werden, der Bedarf ist seit langem auch dem FSW bekannt. Dem Besitzer der Gebäude würden im Falle des Gelingens solcher Verhandlungen keine Kosten erwachsen. Drei wesentliche Unterschiede zu P7-Notschlafstellen:

  1. Keine Notwendigkeit, sie tagsüber zu verlassen
  2. Keine Vielbett-Zimmer, die von vornherein die Nerven so sehr strapazieren, dass unsere PatientInnen sie nicht ertragen können.
  3. Betreuendes Personal, das mit psychisch Kranken umgehen kann (d.h. nicht unbedingt psychiatrisches oder therapeutisches Personal!)
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Übergangswohnheim für “gesperrte” PatientInnen

Hier sind jene wohnungslosen PatientInnen gemeint, die infolge ihrer Symptome in allen Wolmungsloseneimichtungen “gesperrt” sind, d.h. derzeit keine Alternative zwischen stationärem Aufenthalt und der Parkbank haben.
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Heilkunst Areal

Heilkunst-Areal SteinhofEine multi-disziplinäre Projektgruppe setzt sich seit vielen Monaten mit der Planung eines Zentrums für alternative Heil- Gesundheitserhaltungs- und Präventionsmethoden auseinander und sucht Raum/Räume, in dem die engagierten ÄrztInnen, TherapeutInnen und andere im komplementärmedizinischen Sinn tätigen Mitarbeiter der Gruppe ihre Arbeit sowohl ambulant als eventuell auch stationär (in einem komplementärmedizinischen Ärztezetrum) anbieten können. Bisher gibt es in keiner bestehenden Einrichtung derartige Behandlungs- oder Beratungsstellen. Auch ein Forschungsinstitut für den Bereich nachhaltiger Gesundheit ist angedacht und würde mit der Campus Idee am OWA korrespondieren, ebenso wie mit der am OWA bereits ansässigen GAMED (Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin).

Die Projektgruppe sieht sich auch in der Lage, einige der ursprünglichen Therapieformen des Otto Wagner Spitals wieder aufleben zu lassen: Neben Arbeits- und Kunsttherapie auch gärtnerische Arbeit zur Selbstversorgung und Einbeziehung der Jugendstilarchitektur mit ihren menschlichen Maßen in den Heilungsprozess.

Die Projektarbeit hat folgende Inhalte zum Thema: Gesundheitsversorgung von Prävention Behandlung bis Rehabilitation; künstlerische Selbsterfahrung; ressourcenorientierte kreative Weiterentwicklung, Musik, Humor und künstlerische Betätigung als Entwicklungschance erlebbar machen, Aktivierung von Selbstheilungskräften und Eigenaktivität der PatientInnen im Sinne der Salutogenese, gute Schul- und Komplementärmedizin gemeinsam auf wissenschaftlicher Basis, Evaluierung der Kostensenkungsmöglichkeiten im Gesundheitssystem durch komplementär-medizinische Methoden, Zukunftsperspektive für interessierte JungmedizinerInnen und Menschen in therapeutischen Berufen im obigen Sinn.
Dieses Projekt deckt sich mit vielen Aspekten der Gesundheitsziele des Hauptverbandes der Sozialversicherungen und des Masterplans für Gesundheit des Gesundheitsministeriums und daher ist auch eine intensive Zusammenarbeit mit diesen Institutionen geplant.

Anbei auch der Link zu Einherz
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Psychische Probleme: Zentren für Kinder und Jugendliche

Die Presse vom 2.2.2012 Der Standard vom 2.2.2012 Die Stadt baut mit der Wiener Gebietskrankenkasse das Angebot für Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen aus. Die Plätze werden von 1.000 auf 1.700 aufgestockt.
Auf dem Areal des Otto-Wagner-Spital sind und werden Pavillons geräumt und stehen für weitere Nutzungen zur Verfügung. Grünflächen und Sportplatz stehen für die Therapienutzung reichlich zur Verfügung. Man muss sich nur dazu entschließen können!

Psychisch Schwerstkranke, wie sie das OWS aktuell betreut, sind sozial oft erheblich auffällig, nur schwer anderswo betreubar bzw. integrierbar und brauchen sehr viele Freiräume. Das Areal des OWS ist in dieser Hinsicht einzigartig gut geeignet genau diese Freiräume zu bieten, die es in dieser Form in keiner anderen Betreuungseinrichtung gibt (Weitläufigkeit des Areals, Nähe zur Natur, Randlage zur Großstadt, Reizabschirmung, Ruhe, spezifische Therapie-und Tagestrukturangebote wie die Anlagegruppen, Arbeitstherapie, Therapiewerkstätten etc.).

Genau diesen Freiraum und Schutz benötigen aber auch Kinder, Jugendliche und Adoleszente in psychischen Krisen. Es fehlen in diesem Kontext vor allem Versorgungseinrichtungen zur Wohn-und Ausbildung! Arbeitsrehabilitation. Auch in diesem Bereich bestehen häufig extrem lange Wartezeiten auf Therapieplätze zB bei Persönlichkeitsstörungen (Skillstraining etc.) bzw. für Nachreifungsoptionen in geschütztem Therapiebereich v.a. für Jugendliche (z.B. Modell Pension Bettina), Wartezeit bei Tagesstruktureinrichtungen und für betreutes Wohnen.
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Seelisches Katastrophengebiet

Monatelange Wartezeiten auf Therapieplätze und viel zu wenig Kinder- und Jugendpsychiater - Österreich vergisst seine psychisch kranken Kinder.
Zorn und Resignation bestimmen durchgängig den Tenor der Psychotherapeuten und Psychiater, die auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert sind. “Die Kindheit war noch nie psychisch so belastet wie heute”, erklärte Katharina Prutscher-Penz, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, in einem “Zeit” -Interview. Dennoch gibt es in ganz Österreich nicht mehr als 350 Behandlungsplätze für psychisch kranke Minderjährige. Für eine ausreichende Versorgung bedürfte es aber mindestens der doppelten Anzahl. Allein in Wien stehen bei den vier größten Ambulatorien 850 chronisch erkrankte Kinder monatelang auf Wartelisten. 600 bis 700 junge Patienten mussten überhaupt abgewiesen werden, wie der Mediziner Friedrich Brandstetter vom Zentrum für Entwicklungsförderung erhob: “Das sind unzumutbare Verzögerungen.”

Lesen Sie dazu den ganzen Artikel im Profil vom 20.8.2012.
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Essstörungen

EsssörungenOb ein Jugendlicher an Anorexie, Bulimie & Co. leidet, ist im Schulalltag oft nur schwer zu bemerken. Nicht immer sind nur die Jugendlichen daran Schuld. Wir Eltern und Erwachsenen bestimmen in frühen Lebensjahren die Bedingungen unserer Jugend. Nicht immer zu deren Vorteil.
Die Therapieplätze sind rar, die Wartezeiten lang.
Mit Essstörung bezeichnet man eine Verhaltensstörung mit meist ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden. Zentral ist die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema “Essen”. Sie betrifft die Nahrungsaufnahme oder deren Verweigerung und hängt mit psychosozialen Störungen und mit der Einstellung zum eigenen Körper zusammen (Psychosomatik).

“Man lebt in einer Blase, einer Essensblase” Ein Artikel aus dem Profil vom 20.8.2012.
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Palliativbetreuung

Wiener Zeitung“Wenn man nichts mehr tun kann, ist doch noch viel zu tun.” Medizinisch heißt das, eine gute Schmerztherapie und Symptomkontrolle zu gewährleisten. Menschlich bedeutet es, Schwerkranken und Sterbenden durch Zuwendung Zeit zum Leben schenken.

Wie unterscheidet sich der Alltag im Hospiz vom Tagesablauf in einem Krankenhaus?
Der Patient bestimmt, wie er es haben will. Es sind ja oft Menschen, die oft viele Jahre rein über ihre Krankheit definiert wurden. Das ist auch das Geschenk der Mitarbeiter. Die nehmen den Patienten und gehen mit ihm ins Kaffeehaus, wenn er will – oder sehen mit ihm fern oder gehen spazieren. Es wird mit jedem Patienten jeden Tag neu vereinbart, wie er den Tag verbringen will.
Warum will man diesen Menschen, wo jeder Tag der letzte sein kann, nicht die herrliche Natur und Lage von Steinhof vergönnen?
Broschüre: Abgestufte Hospiz- und Palliativversorgung
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Massiver Anstieg bei psychischen Krankheiten

Anstieg psychischer KrankheitenVertraut man der Erhebung der Techniker Krankenkasse (Deutschland) und deren Gesundheitsreport 2011, dann sind in den letzten Jahren die Fehlzeiten aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen von jungen Erwerbspersonen und Studierenden um mehr als 50% gestiegen, und dies obwohl die entsprechenden Fehlzeiten aufgrund von organischen Erkrankungen eher zurückgingen.

Quelle der Abbildung: Gesundheitsreport 2011 bei jungen Erwerbspersonen und Studierenden der Techniker Krankenkasse Hamburg, verfügbar unter http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/281898/Datei/55667/Gesundheitsreport-2011.pdf (28.8.2011)

Kurier vom 14-7-2012Alarmierend: Ein Fünftel mehr Tabletten und Krankenstände; Kosten: 850 Millionen Euro pro Jahr
Jeder neunte Österreicherist wegen psychischer Probleme in ärztlicher Behandlung. Das ergibt eine im Juni abgeschlossene neue Studie des Hauptverhands der Sozialversicherungsträger. Rund 900.000 Österreicher pro Jahr nehmen Leistungen der Krankenkassen wegen seelischer Leiden in Anspruch - Tendenz stark steigend. Vor allem die Ausgaben für Psychopharmaka - also Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva, der Antipsychotika und der Beruhigungsmittel - werden jedes Jahr mehr.

Lesen Sie dazu den Artikel im Kurier vom 14.7.2012
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Kampf gegen Drogensucht - Eine Studie zeigt: Eine Therapie ist günstiger als Strafen

Kurier vom 12.8.2012Angehörige von Drogenkranken fühlen sich hilflos und ohnmächtig. Suchtkranke reißen oft nicht nur sich selbst , sondern auch Angehörige mit in die Tiefe. Die Verwandten kämpfen für ihre Kinder, Geschwister, Verwandten.

Was kosten Drogenkranke der Gesellschaft? Auch dieser Frage ging die Studie nach. Am teuersten kommt der nicht therapierte Drogenkranke Im Gefängnis. Der kostet 100 Euro pro Tag. Bei 2.044 wegen Drogendelikten inhaftierten Personen (Stand April 2011) ergibt das 74 Millionen Euro pro Jahr. Die Behandlungskosten eines opioidabhängigen Patienten (Substitutionstherapie) liegen bei 4.800 Euro jährlich - so viel wie bei einem depressiven Patienten. Dazu kommen 5.200 Euro Spitalskosten für durchschnittlich 20 Tage stationäre Betreuung.
Das heißt: Therapie ist viel günstiger. Soyer: "jedes Geld, das man in Therapie steckt, rentiert sich. Weil man Kriminalität und die sozialen Kosten vermeidet, die Kriminalität verursacht."

Schwerpunkt Dorgen-und Alkoholkranke
Für diese Gruppen ist zu sagen, dass das OWS für diese Betroffenen eine einzigartige und vor allem niederschwellige Betreuungseinrichtung darstellt. Insbesondere aufgrund der landschaftsarchitektonischen Lage und Gestaltung des OWS bietet sich hier ein Betreuungsraum für diese ebenfalls lobby- sowie interessensvertretungslose und darüber hinaus zumeist sozial und finanziell schwach aufgestellte Bevölkerungsgruppe, welcher europa- und sogar weltweit kaum Vergleichsmöglichkeiten zulässt.
Wien und das OWS sind diesbezüglich wirklich anders -nämlich einzigartig. Die Kreativwerkstätte, ein ganz wesentlicher Teil des Konzepts, der massgeblich an Stabilisierung und Selbstwertstärkung der Patienten Anteil hat, im teilstationären Setting, wie auch im ehrenamtlichen Bereich, fallt weg. Die befürchtete Ausdünnung des Personals lässt Qualitätseinbruch in der Behandlung Suchtkranker (die im wesentlichen ja aus dem Faktor Beziehung und Faktor Zeit besteht) wahrscheinlich sein. Aussderdem fallt damit auch die Möglichkeit von zeitlich aufwändigen sozial-integrativen Maßnahmen bei überwiegend obdachlosem und arbeitslosem suchtkrankem Klientel weg.

Ein gewachsenes und auch aus diesem Grund funktionierendes multiprofessionelles Gefüge wie an der Station lässt sich nicht schnell einmal wo anders “installieren”, sonst wäre es eben auch kein gewachsenes Gefüge. Auch dieses wird also “wegfallen”. Insgesamt wird ein beruhigender und schöner Ort für die Zeit der Neuorientierung schwer kranker Menschen in einer Grossstadt ersatzlos wegfallen. Und hierbei ist zu betonen, dass dieses Areal auch aus diesem Grund an diesem Ort errichtet wurde, als Widmung für schwer kranke Menschen und nicht mit irgendeiner anderen Absicht.
Die im Suchtbereich geplante maximale Aufenthaltsdauer von 28 Tagen ermöglicht aus der Erfahrung der Ärzte gerade einmal ein Anbahnen weiterer therapeutischer Schritte. Der beabsichtigte Wechsel von Psychotherapeuten (Weiterbetreuung in noch nicht geschaffenen extramuralen Stellen) bedeutet immer auch die Gefahr, dass Patienten auf dem Weg dorthin “verloren gehen” und nicht ankommen.
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Neue Wege in der Kinder- und Jugendrehabilitation

Bei der Kinder- und Jugendrehabilitation in Österreich bestehen schwere Defizite. Während es im Erwachsenenbereich klare Regelungen gibt, klafft bei derartigen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche eine Lücke. Etwa 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen benötigen im Laufe ihres Lebens ein Therapieangebot aus dem Bereich der Entwicklungs- und Sozialpädiatrie.
Für Erwachsene stehen österreichweit derzeit etwa 8.000 Rehabilitationsbetten zur Verfügung, für Kinder sind dies nur etwa 50 bis 70 – und diese sind meist an Erwachseneneinrichtungen angeschlossen. Die jüngsten Erhebungen des Österreichische Bundesinstituts für Gesundheit (ÖBIG) aus 2010 zeigen, dass dieser Bedarf bei etwa 370 Betten liegt – für den Zeitraum bis 2020 rechnen Experten mit einem Bedarf zwischen 343 und 453 Rehabilitationsbetten für unter 19-Jährige. Hinzu kommt ein Bedarf von 50 Angehörigenbetten.

Vor allem Rehab-Einrichtungen für Kinder mit schweren Entwicklungsstörungen wie Autismus und ambulante Rehabilitationsmaßnahmen sind nur unzureichend vorhanden.

Große Mängel herrschen auch in den Bereichen der Rehabilitation für kardiologische, pneumologische, rheumatologische und stoffwechselbedingte Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Ebenso fehlen in der familienorientierten hämatoonkologischen Rehabilitation entsprechende pädiatrische Angebote. Dies führt dazu, dass betroffenen Kindern und Jugendlichen eine entsprechende Rehabilitation entweder gänzlich verwehrt bleibt, diese im Ausland erfolgt oder an Erwachsenenrehabilitationszentren stattfindet.

Dieser Beitrag ist nachzulesen/nachzuhören unter: OE1@ORF.at Radiodoktor - Medizin und Gesundheit vom 9.7.2012
Die Infomappe im PDF-Format gibt es hier
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Alkoholikerentwöhnung am Otto Wagner Spital

Vorzeigemodell für Kooperation zwischen Wohnungslosenhilfe und Gesundheitswesen vor dem Aus? (bawo 10.3.2011)
Die Station für alkoholkranke Männer am Otto Wagner Spital – Baumgartner Höhe/Pav 26 (OWS) wurde von Beginn an konzeptuell so geplant, dass speziell arbeitslosen und wohnungslosen alkoholkranken Männern eine Weg aus der Sucht ermöglicht wird. Das Therapiekonzept wurde über die Jahre besonders für diese Männer, die zu ihrer Sucht noch mehrfache soziale, psychische, finanzielle, … Probleme mitbringen, ständig weiter entwickelt.
Somit entstand auch sukzessive eine gute Kooperation zwischen der Entwöhnungsstation und der wiener Wohnungslosenhilfe, die teilweise sogar vertraglich vereinbart wurde.
Durch das gute Zusammenspiel von Medizin, Sozialarbeit und Therapie von Beginn des stationären Aufenthalts an (- und teilweise auch schon vor der Aufnahme - ) können bereits während der Entwöhnung gemeinsam mit den Patienten realistische Perspektiven für die Zeit danach erarbeitet werden. Nahtlose Übergänge vom Krankenhaus in ein stabil(er)es Umfeld sind somit möglich. Nach der Entlassung bieten die MitarbeiterInnen, zu denen die Patienten schon während der Therapie ein Vertrauensverhältnis aufgebaut haben, langfristige Nachbetreuung an. Regelmäßiger Austausch zwischen den MitarbeiterInnen der Entwöhnungsstation und den BetreuerInnen der Wohnungslosenhilfe- Einrichtungen bieten den Klienten ein gutes Netz, das Krisen rechtzeitig erkennt und diesen entgegenwirken kann.

Die gemeinde Wien trägt sich nun mit dem Gedanken, in den Krankenhäusern nur mehr die Akutbehandlungen von Alkoholkranken durchzuführen. Die Langzeitbetreuung (Entwöhnungstherapie, Nachbetreuung,…) soll anderen Einrichtungen überlassen werden. Einsparungen durch Bündelung und Synergieeffekte werden erhofft.
Da weder die erfahrenen MitarbeiterInnen der Station am OWS noch VertreterInnen der Wohnungslosenhilfe in die Planung mit eingebunden waren bleibt zu fürchten, dass dem besonderen Auftrag des Pav. 26 – und somit den Bedürfnissen der wohnungslosen Alkoholkranken - bei der Umstrukturierung nicht Rechnung getragen wird.

In den vergangenen Jahren wurde in Wien erkannt, dass das bestehende Gesundheitssystem für viele Wohnungslose zu hohe Hürden aufweist. Aus dieser Problematik heraus wurden zunehmend Kooperationen zwischen Gesundheitswesen und Wohnungslosenhilfe eingegangen – und auch finanziert: NeunerHausArzt, PSD-Liaisondienst, fem- und men-Beratungen in Wohnheimen, Konnex, etc.

Eine der bewährtesten Kooperationen zwischen Wohnungslosenhilfe und Gesundheitswesen wird nun in diesem Umstrukturierungsprozess scheinbar übersehen.

Wir hoffen dass die Verantwortlichen von Stadt und KAV noch rechtzeitig die Betroffenen an einen Tisch holen. Die - auch finanziellen – Folgen sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Wohnungslosenhilfe und für das Gesundheitswesen sind derzeit noch nicht absehbar. Sowohl das große Spezialwissen der MitarbeiterInnen am PAV 26 OWS als auch die bewährte Betreuung der Patienten vor, während und nach der Therapie und nicht zuletzt die gute Kooperation mit der Wiener Wohnungslosenhilfe dürfen bei strukturellen Änderungen nicht verloren gehen.
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Arbeitstherapien

LageplanDer Nordosten der Anlage, nördlich des VAMED-Bauplatzes, ist derzeit von großem Wert für die bestehenden Aktivitäten der Arbeits- und Beschäftigungstherapie. Da es in Wien wohl kaum einen geeigneteren und besser ausgestatteten Platz dafür gibt, sollte nicht leichtfertig auf diese Einrichtungen verzichtet werden.
Da schon, unmittelbar vor den konkreten Verkaufs- und Verbauungsideen, intern daran gedacht worden war, die Arbeitstherapie im Osten zu konzentrieren, scheint dieser Vorschlag weder uninteressant noch realitätsfern.

Kleine Zeitung 11.8.2012Gerade in Krisenzeiten und Zeiten steigender Arbeitslosigkeit können die vorhandenen Strukturen idealer weise für zusätzliche arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, in Form zum Beispiel von sozialökonomischen Betrieben, genutzt werden. Arbeitslose aus dem Bau- und Baunebengewerbe könnten hier, eventuell gekoppelt mit der Wiener Ausbildungsgarantie für Jugendliche ohne Lehrstelle, in sinnvolle Projekte eingebunden werden. So könnte z. B. auch die Innensanierung der sukzessiven leer werdenden Pavillons über entsprechende Projekte kostengünstig bewerkstelligt werden. Schon der heutige Bedarf ist höher als die angebotenen Möglichkeiten. Mögliche Kooperationspartner: AMS, Jugend am Werk, Volkshilfe, Caritas und andere.

"Ich wüsste nicht, wie ich sonst tun sollte" Eine Klientin erzählt von ihrer Bewältigung des Lebens mit einer psychischen Erkrankung.
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Steinhof-Museum

PathologieDas “Problemgebäude” Pathologie einschließlich der Memento Mori Kapelle könnte idealerweise künftig als Ausstellungsgebäude fungieren - in eine Ebene könnte die bereits bestehende Euthanasie Ausstellung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes übersiedeln. Auf der zweiten Ebene wäre eine Ausstellung über die spannende und gut dokumentierte Geschichte der Anstalt denkbar. Dies würde der belastenden Vergangenheit, der Räumlichkeiten gerecht und dem Gedanken des “Memento” entsprechen.

Zusätzlich wäre ein Shop und ein Kaffeehaus die ideale Ergänzung um den Besuchern Zeit für die Vorbereitung zur Besichtigung zu geben.
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Jugendstilmuseum

Der Wiener Jugendstil wird überall auf der Welt sehr geschätzt. Leider hat er hierorts nicht die gleiche Reputation. Daher haben sich schon vor Jahren einige Architekten und Kunsthistoriker für die Errichtung eines Jugendstilmuseums eingesetzt, eine ebenso sinnvolle Vorzeigeeinrichtung wie sie in Brüssel, Gent, London, Berlin oder Lissabon usw. bereits seit langem gibt.
Jugendstilsammlungen sind in Wien über viele Institutionen, wie Kunsthochschulen, das Wien Museum oder Privatfirmen wie Backhausen, Thonet und Lobmeyr verstreut, die zweckmäßig etwa auch in einer Stiftung zusammengefasst werden könnten.

WäschereiDer Zeitpunkt scheint günstig, denn Medienberichten war kürzlich zu entnehmen, dass gerade die Ausweitung des Wien Museums am Karlsplatz erwogen wird, entweder durch einen Anbau oder eine Neuerrichtung (Kulturstadtrat Mailath-Pokorny im Standard vom 26.-28. Mai 2012). Der ins Auge gefasste Standort beim Zentralbahnhof tut weh. Einige der per 2020 leer werdenden Spitalspavillons Otto Wagners am Steinhof wären sicherlich eine bessere Lösung. Denkbar wäre auch, die alte Wäscherei, die derzeit als Tischlerei genutzt wird, falls sie ab 2020 tatsächlich nicht mehr benötigt wird, als Ausstellungshalle für Jugendstil zu verwenden.
Nicht zu vergessen, dass zur Finanzierung auch ein Museums-Shop herangezogen werden kann. Ein Jugendstilmuseum könnte schnell zum Tourismus-Magneten werden, der sich teilweise finanziell selbst trägt.
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Ausbildungsstätte für Kunsttherapeuten

Geschenkshop Mauer-ÖhlingDer bestehenden Akademie für Ganzheitsmedizin könnte durchaus auch eine Kunsttherapieschule der Stadt Wien (Pädagogische Akademie?) angeschlossen werden. Auch die Sigmund Freud Privatuniversität könnte als Träger einer solchen Ausbildungsstätte firmieren.

Als Ergänzung wäre auch ein offener Kunstpavillon sinnvoll, in dem Betreute und Gäste kreativ arbeiten, und in dem Ausstellungen der dort geschaffenen Werke veranstaltet werden können. Dies böte zusätzlich die Möglichkeit eines Shops (im Bild Mauer-Öhling), in dem Bilder, Kunstbände, Kunstkarten, Kalender mit Reprints ausgesuchter Werke, aber natürlich auch in den Werkstätten hergestellte Spielzeuge, Stricksachen usw. verkauft werden könnten.
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Campus für Medizinische Informatik, Pflegeberufe und postgraduale Weiterbildung

KulturachseDie vorhandene Infrastruktur bietet sich hervorragend für einen universitären Campus für medizinnahe Ausbildung und Forschung, postgraduale Weiterbildung sowie die Unterbringung der Ausbildungsstätte für Pflegeberufe an.
Darüber hinaus wäre in den ab 2020 leer stehenden Pavillons sicherlich auch ausreichend Platz für ein Studentenwohnheim bzw. Wohngemeinschaften für Studierende. Für die entsprechende Verkehrserschließung stehen derzeit bereits drei Buslinien zur Verfügung (48 a, 47 a und 46 B), die in einer Schleife auch ins Areal verlängerbar wären.

Die bereits jetzt im Otto-Wagner-Spital vorhandenen Einrichtungen wie Küche, Jugendstiltheater und Sportplatz können in dieses Konzept lückenlos eingefügt werden. Für die notwendige Infrastruktur in Form von kleinen Geschäften, Kaffeehäuser, Shops etc. stehen Teile der Pavillons nahe der Kulturachse (Verwaltungsgebäude, Jugendstiltheater, Küche, Otto-Wagner-Kirche) nach der Absiedelung 2020 zur Verfügung.
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